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Die Bahn auf Kurs halten

Dormer Pramet
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Die Metallbearbeitung spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Herstellung, Wartung und Reparatur der verschiedenen Bahnanwendungen, einschließlich Schienen-, Rad- und Wagenteilen.

Als globaler Werkzeughersteller unterstützt Dormer Pramet die Bahnindustrie und deren Zulieferer bereits seit vielen Jahren mit einer breiten Palette an Schneidwerkzeugen für die Fertigung und Wartung.

Mit einem Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet die Bahnindustrie ein nachhaltiges Wachstum und erwartet bis 2020 einen Umsatz von mehr als 180 Milliarden Euro. Die steigende Nachfrage nach Personen- und Güterverkehrsdienstleistungen führt weltweit zu einem raschen Anstieg der Investitionen in die Infrastruktur.

Tomáš Hantek kennt als International Railway Application Manager beim Werkzeugspezialisten Dormer Pramet die verschiedenen Anwendungen, bei denen Zerspanungswerkzeuge zum Einsatz kommen. „Unsere Kunden sind sowohl staatliche Unternehmen wie auch private Bahnbetreiber, die mit den Werkzeugen Weichen, Schienenprofilen, Radsätzen, Schienenlagerungen und Kupplungsmechanismen bearbeiten“, erklärt Tomáš Hantek.

Bearbeitung von Weichen und Profilen

Eine der wichtigsten Aufgaben in jeder Schieneninfrastruktur ist die Bearbeitung der beweglichen Abschnitte, sprich Weichen und Kreuzungen. Deren Lebensdauer ist insbesondere vom Nutzungsgrad und der Umgebung abhängig und variiert deshalb stark. Eine Weiche aus neuem Material gefertigt, hat bspw. eine Standardgarantie von fünf Jahren. Besteht die Weiche hingegen aus einem aufgebrachten Material oder wurde in einer notwendigen Behandlung (Abfräsen, Teileaustausch, usw.) runderneuert, verringert sich die Garantiezeit auf zwei Jahre.

Damit Weichen und Federzungen stets zuverlässig und sicher funktionieren, müssen sie regelmäßig überprüft und in Stand gesetzt werden. „Der Wartungsaufwand für das Schienennetz sollte keinesfalls unterschätzt werden“, betont der Anwendungstechniker. Allein in Tschechien, wo Dormer Pramet in Sumperk seinen Stammsitz hat, umfasst das mit 9.000 Schienen-Kilometern europaweit größte Netz mehr als 25.000 Weichen. „Wir arbeiten mit zahlreichen führenden Herstellern zusammen, um sowohl Standard- als auch Sonderwerkzeuge für die Herstellung neuer Eisenbahnweichen sowie der Reparatur bestehender Weichen zu liefern.“

Darüber hinaus bieten spezielle Werkzeuge zur Bearbeitung anderer Weichenbauteile (z. B. Schienen-stühle und Weichenstangen) hohe Standzeiten, Kantenstabilität, Formgenauigkeit und Steifigkeit. So lassen sich mit dem Werkzeugsortiment von Dormer Pramet Zug- und Straßenbahnweichen sowie alle wichtigen Schienenprofile bearbeiten und wiederherstellen, darunter die in Europa am häufigsten anzutreffenden Schienenprofile 60E1 und 60E2. Die Profilschienen vom Typ T (Flachbodenschienen) sind für mittlere und schwere Lasten geeignet – auch hierfür stehen in der Praxis bewährte Spezialfräser zur Verfügung.

Wirtschaftliche Radsatzbearbeitung

Da neue Radsätze heute zumeist aus Schmiedeteilen hergestellt werden, müssen die eingesetzten Wendeschneidplattenwerkzeuge ein Höchstmaß an Prozesssicherheit bieten sowie den hochwertigen Qualitätsansprüchen der Bahnbetreiber gerecht werden. „Die Produktion neuer Räder, insbesondere die Schrupp- und Schlichtbearbeitung, kann zuverlässig und prozesssicher mit unserem Standardsortiment an RCMX-Wendeschneidplatten erfolgen. Zahlreiche Größen, Sorten und Spanbrecher bieten Optionen für alle Materialen und Schnittbedingungen.“

Neben der Herstellung neuer Räder steht die Radreprofilierung im Fokus der Bahnindustrie, wobei ein breites Sortiment von Bearbeitungszentren verschiedener Hersteller zum Einsatz kommt. „Unsere Produktpalette an Fräswerkzeugen und Wendeschneidplatten eignet sich für einige der marktführenden Hersteller, einschließlich Hegenscheidt und Rafamet“, so Tomáš Hantek. Hegenscheidt-MFD zum Beispiel hat seit 1950 mehr als 2.000 Radsatz-Reprofiliermaschinen weltweit installiert, zu einem Großteil mit Werkzeugen von Dormer Pramet, für die Reprofilierung von Eisenbahn- und Straßenbahnrädern das Standardsortiment an Einsätzen (LNMX, SNMX, CNMX), Sorten und Spanbrechern; zudem eine Reihe Kassetten mit Taschenschutz für Schnitttiefen zwischen 1,0 und 16,0 mm.

Beide Maschinenbauer setzen für die Herstellung von Eisenbahn-, U-Bahn-, Straßenbahn- und andere Stadtbahn-Verkehrssysteme spezielle Raddrehbänke, Hochleistungs- und Doppelsäulen-Vertikaldrehmaschinen, große Brückenfräsen, Horizontaldrehmaschinen und Sondermaschinen ein.

„Unsere langjährige Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern und Schienenreparaturdiensten hat es ermöglicht, eine breite Palette an Standardwerkzeugen wie auch kundenspezifischen Lösungen zu entwickeln, um die Produktivität zu steigern und die mit diesen Prozessen verbundenen Kosten zu senken.“

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Kunde in der Ukraine suchte für die wirtschaftliche Neuprofilierung von Eisenbahnrädern aus Stahl mit hoher Härte (450-615 HB) eine Lösung. Mit den LNMX30-Wendeschneidplatten mit RF-Spanbrecher und T9315-HM-Sorte konnten die Standzeiten mehr als verdoppelt werden. Der Anwender reprofiliert heute in gleicher Zeit 12 Räder komplett, gegenüber früher 5 Rädern.

Ein weiteres Beispiel ist ein Sondermaschinenbauer für die Reprofilierung von Radsätzen in Polen. Der Kunde wollte bei der Bearbeitung von gehärtetem Stahl 800 - 900 mpa ein Anwendungsproblem mit Spanbruch lösen. „Wir haben dort ebenfalls die bewährten LNMX30-Wendeschneidplatten verwendet, diesmal jedoch mit dem TF-Spanbrecher und der Sorte T5315“, erinnert sich der Anwendungstechniker. „Durch die optimale Kombination von Werkzeug, Wendeschneidplatten und Schneidstoff haben Standzeitverlägerung der Werkzeuge um 50 Prozent erreicht, zudem einen deutlich verbesserten Spanbruch auf der senkrechten Oberfläche.“ T5315 ist eine universal einsetzbare Schneidsorte für das Drehen von Grau- und Sphäroguss sowie von verschiedenen Stählen, einschließlich gehärtetem Stahl. Sie eignet sich gleichermaßen zum Schruppen und Schlichten mit mittleren bis hohen Schnittgeschwindigkeiten und kann sowohl bei kontinuierlichem als auch bei unterbrochenem Schnitt zum Einsatz kommen.

Schienenstuhl- und Kupplungsbearbeitung

Ein anderer Einsatzbereich ist die Bearbeitung von Lagerplatten bzw. Schienenstühlen, also dem Verbindungselement, das dafür sorgt, dass die Schiene an der Eisenbahnschwelle befestigt werden kann. Die Teile werden profilgefräst, wobei seitens der Anwender eine hohe Produktivität bei gleichzeitiger Einhaltung spezifischer Produktionsbeschränkungen und Materialien gefordert wird. „Hier haben sich unsere Fräser und Bohrer bei vielen Kunden in zahlreichen Anwendungsfällen bewährt“, freut sich der Railway-Spezialist von Dormer Pramet.

Eine Nischenanwendung ist schließlich die Kupplungsbearbeitung. Die Waggonbauer benötigen hierfür Sonderwerkzeuge für die Herstellung der Achslager, Mittelplatten, Drehgestellrahmen und Abdeckungen. „Dank unseres Ansatzes einer systematischen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Herstellern dieser Bautteile konnten wir über viele Jahre das Angebot an Schneidwerkzeugen immer mehr verfeinern und weiterentwickeln“, lautet das Resumee von Tomáš Hantek.

Schienenschalter
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