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#Neues aus der Industrie
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Im Gespräch mit Flottweg:
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das Xelletor-Ersatzprogramm
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„Man stelle sich vor: Großkläranlagen, die mit enormen Entsorgungskosten zu kämpfen haben, können diese Kosten bereits durch eine Steigerung des Trockenstoffgehalts im Abwasser um nur 2 % um 10 % senken. In diesem Zusammenhang sind die Einsparpotenziale oft enorm.“
Johann Ossner
Johann Ossner ist seit 12 Jahren Teil des Flottweg-Teams und berät derzeit als Serviceexperte in der Serviceabteilung Kunden.
Basierend auf einer innovativen Spiralgehäusekonstruktion hat der Flottweg Xelletor den Abwassermarkt revolutioniert. Während die Gitterkonstruktion Energie spart und den Polymerverbrauch senkt, ermöglicht der Xelletor zudem eine überragende Entwässerungsleistung. Kunden, die bereits einen Flottweg-Dekanter besitzen und effizientere Ergebnisse erzielen möchten, können sich für eine Modernisierung der Zentrifuge durch den Austausch des Rotors entscheiden.
Johann Ossner, verantwortlich für den Service bei Flottweg, beantwortet in einem Interview Fragen zum Xelletor-Austauschprogramm von Flottweg.
Der Xelletor wurde 2018 eingeführt und ist seit 6 Jahren auf dem Markt. Welche Schlussfolgerungen lassen sich bisher daraus ziehen?
Der Xelletor hat sich auf dem Markt etabliert. Seine Trennleistung ist besonders relevant für unsere Kunden in der Klärschlammentwässerung, wo der Xelletor zum Einsatz kommt. Hier sind neben dem Polymer- und Stromverbrauch vor allem die Entsorgungskosten ein zentrales Anliegen. Das sind die üblichen anwendungsbezogenen Vergleichsgrößen. Dank seiner Technologie hat der Xelletor diese Vergleichsgrößen im Vergleich zu Standardmaschinen in jeder Hinsicht konsequent übertroffen.
Wie funktioniert der Austausch der C-Serie durch die X-Serie?
Der Austausch der C-Baureihe gegen die X-Baureihe ist sehr einfach. Wir tauschen den Rotor, also die rotierenden Teile, aus. Dies dauert maximal ein bis zwei Stunden, wodurch der laufende Betrieb nur kurz unterbrochen wird. Anpassungen an der Steuerung oder an der Anlagentechnik sind nicht erforderlich.
Was ist das Besondere an der Spirale der X-Serie?
Im Bereich der Dekanterkonstruktion ist die Beckentiefe von großer Bedeutung. Beim Xelletor handelt es sich um ein Konzept mit sehr tiefem Becken, das durch das Verhältnis von Trommeldurchmesser zu Auslassdurchmesser definiert ist. Je kleiner die Auslassdurchmesser bei konstantem Trommeldurchmesser sind, desto energieeffizienter ist die Zentrifuge. Die Inspiration für die Xelletor-Spirale stammt aus dem Leichtbau von Hochleistungssportwagen und -motorrädern, was zu einer höheren Steifigkeit der Spirale führt. Da kein Spiralkörper vorhanden ist, entfällt auch die Notwendigkeit, diesen mit Verschleißschutzhülsen zu schützen. Bei herkömmlichen Konstruktionen muss der (mit Polymer ausgeflockte) Schlamm durch den rohrförmigen Spiralgehäusekörper strömen.
Wie profitieren Kunden vom Einsatz einer Xelletor-Spirale?
Wir demonstrieren die Vorteile der Xelletor-Technologie am liebsten persönlich und vor Ort. Im Rahmen eines Tests bauen wir die Xelletor-Technologie vorübergehend in die C-Maschine ein, erfassen während der Tests die entsprechenden Daten und berichten unserem Kunden darüber. Dasselbe tun wir mit der bestehenden C-Maschine, sodass ein direkter und aussagekräftiger Vergleich möglich ist. Auf der Grundlage dieses Vergleichs kann der Kunde eine Rentabilitätsberechnung durchführen, die ihm als Entscheidungshilfe für den Kauf dient.
Welche positiven Veränderungen können Kunden feststellen (z. B. bei Polymeren, Energie)? Wie war das Feedback bisher?
Neben dem Gesamttrockensubstanzgehalt ist insbesondere der Polymerverbrauch bemerkenswert, der mit dem Xelletor deutlich geringer ausfällt. Auch der Stromverbrauch des Xelletor ist spürbar geringer, während der Durchsatz deutlich höher sein kann. Durch die Steigerung des Durchsatzes lassen sich Betriebsstunden einsparen, was wiederum die Personalkosten senkt. Bei sehr großen Kläranlagen kann zudem Maschinentechnik eingespart werden, da weniger Maschinen benötigt werden.
Wie alt sind die Rotoren, die ausgetauscht werden?
Bei den C-Maschinen handelt es sich um Maschinentypen, bei denen ein Austausch möglich ist. Sie wurden Anfang der 2000er Jahre eingeführt, und die ältesten, die wir ausgetauscht haben, stammen aus dieser Zeit. Die jüngsten Rotoren, die wir ausgetauscht haben, wurden einige Monate vor der Markteinführung des Xelletor in Betrieb genommen. Die Spanne reicht von sehr alt bis ganz neu – alles ist möglich.
Was sind die Gründe für einen Austausch?
Bei einem Austausch steht vor allem die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Wir hatten Kunden, die erst wenige Monate zuvor eine C-Maschine installiert hatten, die sich als sehr kosteneffizient erwiesen hatte. Dennoch haben sie mit der Xelletor-Technologie enorme Einsparungen erzielt. Ein Beispiel: Wenn man den Trockenstoffaustrag um 2 % verbessert, führt dies zu einer Senkung der Entsorgungskosten um 10 %.
Wann ist es sinnvoll, eine neue Maschine zu kaufen? Wann ist es besser, den Rotor auszutauschen?
Ob Sie sich für den Kauf einer neuen Maschine entscheiden oder in eine Nachrüstung investieren, hängt hauptsächlich von zwei oder drei Faktoren ab: In erster Linie ist der Zustand der Anlage entscheidend, d. h. der Zustand der Fördertechnik, der Schaltschränke, der Pumpen und des Gebäudes selbst. Sind diese alle in gutem Zustand und noch mehrere Jahre lang einsetzbar, ist eine Nachrüstung, d. h. der Austausch des Rotors, eine Option.
Beim Kauf einer neuen Maschine müssen einige allgemeine Faktoren berücksichtigt werden. Wenn Sie eine neue Maschine anschaffen und installieren, handelt es sich in der Regel um ein langfristiges Projekt mit Bauphasen, die mehrere Monate dauern.
Nicht zuletzt sind auch Umweltaspekte von entscheidender Bedeutung. Schließlich bringt die Installation einer neuen Maschine in der Regel neue Anlagentechnik mit sich, und auch die Gebäudestruktur unterliegt oft erheblichen Veränderungen. Wichtig ist auch, die damit verbundene „graue Energie“ und den Ressourcenaufwand nicht zu unterschätzen. Einsparungen lassen sich hier bereits durch den einfachen Austausch des eigentlichen Kernteils der Entwässerungsanlage erzielen – sofern die Rahmenbedingungen dies zulassen.
Haben Sie Erfahrungen mit der Amortisationszeit?
Die kürzeste Amortisationszeit, die uns ein Kunde gemeldet hat, lag bei knapp neun Monaten. Man stelle sich vor: Großkläranlagen, die mit enormen Entsorgungskosten zu kämpfen haben, können diese Kosten bereits durch eine Steigerung des Trockenstoffgehalts im Abwasser um nur 2 % um 10 % senken. In diesem Zusammenhang sind die Einsparpotenziale oft enorm. Bei vielen unserer Kunden machen die Entsorgungskosten für den entwässerten Schlamm 80 % der Betriebskosten der Kläranlage aus.