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#Neues aus der Industrie
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Effiziente Herstellung pflanzlicher Milchalternativen: Warum die Feststoffabscheidung entscheidend für Produktqualität und Rentabilität ist
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Wir haben mit Justin Wagner, Vertriebsleiter für pflanzliche Milchalternativen bei Flottweg, darüber gesprochen, wie moderne Dekanterzentrifugen dazu beitragen, die Qualität von Hafergetränken zu gewährleisten und gleichzeitig flexible und kosteneffiziente Produktionsprozesse ermöglichen.
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„Die Herausforderung besteht darin, genau die richtige Balance zu finden. Unser Dekanter entfernt zuverlässig grobe Fasern und hält gleichzeitig die feinen Partikel zurück, die für das gewünschte Mundgefühl des Produkts unerlässlich sind.“ – Justin Wagner, Vertriebsleiter für pflanzliche Milchalternativen bei Flottweg
Die Nachfrage nach pflanzlichen Milchalternativen wächst weiter. Gleichzeitig sehen sich die Hersteller mit steigenden Erwartungen konfrontiert: Die Verbraucher verlangen eine gleichbleibend hohe Produktqualität, ein angenehmes Mundgefühl und eine stabile Produktstruktur. Ein Prozessschritt spielt bei der Erfüllung dieser Anforderungen eine besonders entscheidende Rolle: die Feststoffabscheidung.
Wir sprachen mit Justin Wagner, Vertriebsleiter für pflanzliche Milchalternativen bei Flottweg, darüber, wie moderne Dekanterzentrifugen dazu beitragen, die Qualität von Hafergetränken zu sichern und gleichzeitig flexible und kosteneffiziente Produktionsprozesse ermöglichen.
Herr Wagner, welche Herausforderungen sind bei der Herstellung von Hafergetränken zu bewältigen?
Nach dem Mahl- und Hydrolyseprozess entsteht eine sogenannte Hafersuspension. Sie enthält sowohl grobe Pflanzenfasern als auch feine Partikel, die für die sensorischen Eigenschaften des Endprodukts entscheidend sind. Die Herausforderung besteht darin, genau das richtige Gleichgewicht zu finden. Unser Dekanter verarbeitet die Haferaufschlämmung so, dass die groben Fasern zuverlässig abgetrennt werden, während ein definierter Anteil an feinen Partikeln im Produkt verbleibt. Diese feinen Partikel tragen zum gewünschten Mundgefühl bei. Zu viele Feststoffe können die Produktstabilität beeinträchtigen, während zu wenige den Geschmack und die Textur negativ beeinflussen können.
Wie funktioniert dieser Trennprozess in der Praxis?
Bei Fidel Dreher in Stockach übernimmt ein Flottweg-Dekanter die Zweiphasentrennung der Haferaufschlämmung. Hohe Zentrifugalkräfte drücken die Feststoffe gegen die Trommelwand. Eine rotierende Spirale befördert die Feststoffe kontinuierlich zum Feststoffauslass, während die geklärte Flüssigkeit unter Druck über ein Laufrad abgeführt wird. Dieses Prinzip der kontinuierlichen Trennung ermöglicht eine zuverlässige Verarbeitung auch bei hohen Produktionsmengen. Gleichzeitig bildet es die Grundlage für eine gleichbleibend hohe Produktqualität, da der Prozess mit großer Präzision gesteuert werden kann.
Wie wichtig ist die Prozesssteuerung für die Produktqualität?
Sie ist äußerst wichtig. Bei der Herstellung pflanzlicher Milchalternativen ist die Reproduzierbarkeit entscheidend. Rohstoffe und Rezepturen können variieren, doch die Verbraucher erwarten dennoch eine gleichbleibende Produktqualität. Durch die automatische Drehmomentsteuerung unseres Dekanters stellen wir sicher, dass die ausgetragenen Feststoffe stets eine minimale Restfeuchte aufweisen. Gleichzeitig können wir genau festlegen, wie viel Feststoffgehalt im fertigen pflanzlichen Getränk verbleiben soll. Dies ermöglicht es Herstellern, die gewünschten Produkteigenschaften zuverlässig zu reproduzieren und gleichzeitig die Trennleistung an unterschiedliche Anforderungen anzupassen.
Im Zusammenhang mit pflanzlichen Getränken wird häufig die Schaumbildung thematisiert. Welche Rolle spielt sie im Prozess?
Die Schaumbildung stellt in der Tat eine besondere Herausforderung dar. Die in pflanzlichen Milchalternativen enthaltenen Proteine können während der Verarbeitung unerwünschten Schaum erzeugen. Dieser Schaum kann nachfolgende Prozessschritte erschweren und die Prozessstabilität beeinträchtigen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir ein spezielles schaumararmes Abführsystem entwickelt. Damit können wir die Schaumbildung im Produkt auf ein Minimum reduzieren. Dies verbessert nicht nur die allgemeine Prozessstabilität, sondern erleichtert auch die nachgelagerten Verarbeitungs- und Abfüllvorgänge.
Hersteller arbeiten heute mit einer Vielzahl von Rohstoffen und Rezepturen. Wie flexibel ist die Dekantertechnologie?
Flexibilität ist heute ein entscheidender Faktor. Hersteller produzieren nicht mehr nur traditionelle Hafergetränke. Sie verarbeiten eine breite Palette an Rohstoffen und entwickeln kontinuierlich neue Produktvarianten. Unsere Dekantertechnologie ist für unterschiedliche Produkte und Rohstoffe geeignet. Ermöglicht wird dies durch ein integriertes Rezepturmanagementsystem. Sobald Prozessparameter definiert wurden, können sie gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden. Dies vereinfacht Produktwechsel, verkürzt Rüstzeiten und erhöht die Produktionsflexibilität erheblich.
Neben Produktqualität und Flexibilität spielen Hygienestandards eine wichtige Rolle. Wie wird dies gewährleistet?
Die Reinigungsfähigkeit ist insbesondere in der Lebensmittelindustrie von größter Bedeutung. Aus diesem Grund wurde die Dekanteranlage bei Fidel Dreher vollständig in das bestehende CIP-System integriert. Dadurch kann die Reinigung jederzeit vollautomatisch durchgeführt werden. Dies reduziert den manuellen Aufwand und gewährleistet gleichzeitig eine sichere und reproduzierbare Reinigung des gesamten Systems. Für Hersteller bedeutet dies ein hohes Maß an Prozesssicherheit in Verbindung mit effizienten Reinigungsabläufen.
Welchen Beitrag leistet moderne Dekantertechnologie letztendlich zur Herstellung pflanzlicher Milchalternativen?
Die Feststoffabscheidung hat direkten Einfluss auf Produktqualität, Mundgefühl und Prozessstabilität. Moderne Dekanterzentrifugen helfen Herstellern, diese Anforderungen zuverlässig zu erfüllen und gleichzeitig eine kosteneffiziente Produktion aufrechtzuerhalten. Automatische Steuerungssysteme, flexibles Rezepturmanagement, schaumarme Entleerungssysteme und die vollständige Integration in bestehende CIP-Prozesse bilden die Grundlage für einen stabilen und effizienten Betrieb. Das Beispiel von Fidel Dreher zeigt, wie die richtige Trenntechnik Herstellern helfen kann, pflanzliche Milchalternativen flexibel und wirtschaftlich in gleichbleibend hoher Qualität herzustellen.
Über Justin Wagner
Justin Wagner ist Vertriebsleiter für pflanzliche Milchalternativen bei Flottweg. Er unterstützt Hersteller bei der Konzeption und Optimierung von Prozessen zur Herstellung pflanzlicher Getränke und berät Kunden bei der Auswahl der für ihre Anwendungen am besten geeigneten Trenntechnologien.