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#Neues aus der Industrie
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Die Einrichtung von Bergbaugebieten könnte Werte in Milliardenhöhe erschließen: Studie
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Die Einrichtung von Bergbaugebieten könnte Werte in Milliardenhöhe erschließen: Studie
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Laut einer Studie von GEM Mining Consulting könnten Bergbauunternehmen zusätzliche Werte in Milliardenhöhe erschließen, wenn sie benachbarte Betriebe als integrierte Bergbaugebiete statt als eigenständige Standorte betrachten würden.
Der zweite „Perspective“-Bericht des Unternehmens stellt den „District Potential Value Index“ (DPVI) vor, der Bergbaugebiete nach ihrer Fähigkeit einstuft, langfristigen Wert zu generieren und zu erhalten. Nach einer Eingrenzung einer ursprünglichen Datenbank mit 1.641 Bergwerken und Projekten wurden weltweit 49 Bergbaugebiete bewertet. Dabei zeigte sich, dass wirtschaftliche Skaleneffekte, gemeinsame Infrastruktur und operative Koordination eine größere Rolle spielen als die geografische Nähe allein.
„Die Branche kann es sich nicht länger leisten, Bergwerke isoliert zu bewerten“, sagte Juan Ignacio Guzmán, CEO von GEM Mining Consulting. „Die größten Chancen ergeben sich zunehmend aus der Vernetzung benachbarter Betriebe durch gemeinsame Infrastruktur, koordinierte Entwicklung und langfristige Raumplanung, wodurch Unternehmen Werte erschließen können, die einzelne Standorte allein nicht erreichen können.“
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der nächste Wettbewerbsvorteil der Branche eher aus Zusammenarbeit als aus neuen Entdeckungen resultieren könnte. Da die Erzgehalte sinken und genehmigungsrechtliche, wasserwirtschaftliche und soziale Auflagen immer größere Herausforderungen darstellen, könnten Unternehmen, die Infrastruktur gemeinsam nutzen und die regionale Entwicklung koordinieren, ihre Produktivität steigern, Kosten senken und die Lebensdauer ihrer Bergwerke verlängern.
Weltweit führend
Zu den am höchsten bewerteten Gebieten zählen der australische Lithiumbezirk Altura-Pilgangoora, die chilenischen Kupferregionen Collahuasi-Quebrada Blanca und Andina-Los Bronces, die polnische Kupferregion Lubin-Polkowice-Sieroszowice-Rudna sowie die argentinische Lithiumregion Salar de Olaroz-Cauchari Olaroz.
Die Studie ergab, dass Ozeanien weltweit führend ist, da es große Rohstoffvorkommen mit einer starken sozialen Leistung und relativ überschaubaren Umweltauflagen verbindet, während Chiles nördliche Kupferdistrikte zeigen, wie eine etablierte Infrastruktur und betriebliche Kontinuität dauerhafte Wettbewerbsvorteile schaffen können.
Der Bericht warnt zudem davor, dass Geologie allein nicht mehr ausreicht. Gebiete mit beträchtlichen Mineralressourcen könnten dennoch Schwierigkeiten haben, Wert zu schaffen, wenn Wasserknappheit, Unsicherheiten bei der Genehmigungserteilung, soziale Konflikte oder schwache Regierungsführung Unternehmen daran hindern, die Erschließung zu koordinieren. Umgekehrt bieten stabile Rechtsräume ohne ausreichende wirtschaftliche Größe trotz günstiger regulatorischer Rahmenbedingungen möglicherweise nur begrenzte Chancen.