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Optimale Werkzeugbearbeitung?
Tauchgleitschleifen (SF) und Electrofinish (EF) im Vergleich
Die präzise Verrundung und Glättung von Werkzeugschneiden ist entscheidend für eine längere Standzeit und stabile Zerspanungsprozesse. In diesem Bericht werden mit dem mechanischen Tauchgleitschleifen im Streamfinish-Verfahren und dem elektrochemischen Electrofinish zwei etablierte Verfahren der Werkzeug-Nachbearbeitung vergleichend untersucht. Streamfinish ermöglicht durch abrasive Bearbeitung einen hohen, gezielt steuerbaren Materialabtrag und eignet sich besonders für größere und mechanisch robustere Werkzeuge. Electrofinish dagegen nutzt anodisches Abtragen in einem Elektrolyt, um ohne mechanische Belastung filigrane oder komplex geformte Werkstücke zu glätten. Beide Verfahren erzielen eine definierte Schneidkantenverrundung, unterscheiden sich jedoch in Wirkmechanismen und Ergebnissen: Streamfinish kann einen einstellbaren K-Faktor von ~0,5 bis ~2,0 realisieren und bei geeigneter Parametrierung erhebliche Druckeigenspannungen sowie Verfestigungen in der Randzone induzieren. Electrofinish erreicht demgegenüber äußerst geringe Rauheiten Werkstücke ohne Eintrag von Verunreinigungen oder mechanischem Umformen und Scheren der Mikrooberfläche. Eigenschaften, die insbesondere bei Mikro- und Präzisions-Werkzeugen vorteilhaft sind. Der Bericht illustriert die spezifischen Stärken beider Verfahren, abschließend wird aufgezeigt, dass eine kombinierte Anwendung von Streamfinish und Electrofinish in der Praxis vielversprechend sein kann, um optimale Ergebnisse in der Werkzeugbearbeitung zu erzielen.