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#Produkttrends

Präzision unter Verschleiß: Durch-flussmessung abrasiver Schüttgü-tern richtig auslegen

Besonders abrasive Materialien wie Sand, Kalk oder Erze stellen dabei hohe Anforderungen an die Messtechnik. Das zentrale Problem ist nicht die Anfangsgenauigkeit eines Messsystems, sondern dessen Langzeitstabilität unter kontinuierlichem Verschleiß.

Grundlagen guter Durchflussmessung

Inline Durchflussmessung beschreibt in diesem Zusam-menhang die Messung von Materialströmen in Prozessen, z.B. zu Dosierungs- oder Überwachungszwecken. Dabei kann grundsätzlich zwischen Systemen unterschieden wer-den, bei denen die Messung diskontinuierlich erfolgt und Systeme die kontinuierlich messen. Diskontinuierliche Messungen nutzen z.B. einen Zwischenbunker zur Verwie-gung. Sobald dieser voll ist, wird die Förderung gestoppt und der Bunker verwogen.

Das C-Lever Messsystem der REMBE® Kersting GmbH misst dagegen kontinuierlich über eine Messrutsche. Dabei ist es für den C-Lever unerheblich, ob das Material von einem Förderband abgeworfen, mit einer Schnecke geför-dert oder direkt aus einem Silo ausgetragen wird.

Generell gilt jedoch, dass professionelle Anwender nicht nur einen expliziten Messwert erwarten, sondern darüber hinaus weitern Nutzen im Betrieb, wie zum Beispiel
• Mehr Anlagenverfügbarkeit: weniger ungeplante Still-stände
• Stabilere Qualität: konstanter Massestrom verbessert Dosierung, Rezepttreue und Prozessregelung
• Weniger Kosten über die Lebensdauer: nicht nur An-schaffung, sondern auch Wartung, Teilewechsel, Still-stand und Ausschuss zählen

In Anwendungen mit abrasiven Schüttgütern gewinnt nicht das System mit der schönsten Laborzahl, sondern das, wel-ches unter realem Verschleiß verlässlich bleibt. Man redet hierbei von Langzeitstabilität.

Abrasive Medien wirken im Förderprozess wie ein kontinu-ierliches Strahlmittel. Bei der Durchflussmessung ergeben sich daraus typische Problembilder:
• Verschleiß an medienberührenden Komponenten, wie z.B. Einlaufblechen oder Messrutsche
• Messdrift/Genauigkeitsverlust, sobald Oberflächenge-ometrie und Reibbedingungen durch Abtrag verändert sind.
• Wartungsaufwand und Stillstände – meist der größte Kostentreiber über die Lebensdauer
• Kontaminationsrisiko, wenn Abrieb ins Produkt ge-langt – besonders relevant in sensiblen Anwendungen, wie z.B. Chemie, Baustoffe und Spezialprodukte
• Hohe Gesamtbetriebskosten: billige Messlösungen ver-ursachen durch Ersatzteilbedarf und Produktionsaus-fälle langfristig deutlich höhere Kosten

Aus diesem Grund ist es essenziell wichtig die Materialpa-rameter im Auge zu behalten und das Durchflussmessgerät entsprechend auszulegen.
• Partikelform und Härte
• Korngrößenverteilung
• Feuchte/Anbackungen
• Temperatur

Verschleißkonzept zur Durchflussmessung mit dem C-Lever

Durch die Kombination des C-Levers mit extrem wider-standsfähigen Werkstoffen ist dieses Messsystem ideal für eine langlebige und exakte Messung von abrasiven Materia-lien ausgelegt.

Materialauskleidungen
• Hardox-Auskleidung: Diese hochverschleißfesten Stähle werden für extrem schleißende Materialien eingesetzt, um die Standzeit der Messgeräte zu erhöhen
• Keramik-Auskleidung: Keramiken mit hoher Härte und Abrasionsbeständigkeit kommen vor allem dort zum Einsatz, wo sehr hohe Verschleißbelastungen vorliegen oder metallischer Abrieb im Produkt vermieden wer-den muss.

Einfluss der Einbauposition

Neben dem Messprinzip beeinflusst die Einbauposition wesentlich die erreichbare Genauigkeit und Reproduzier-barkeit
• Strömungsberuhigung: Für zuverlässige Messwerte ist ein definierter, möglichst turbulenzarmer Einlauf er-forderlich.
• Staub und pneumatische Einbindung: in staubbelaste-ten oder teilpneumatischen Anwendungen wird die Sensorik üblicherweise gekapselt ausgeführt. Der C-Lever ist für den Einsatz in staubexplosionsgefährdeten Bereichen sowie für bestimmte Druckbereiche zertifi-ziert. Zusätzlichen Schutz bieten Abreinigung und Sen-sorraumbelüftung.

C-Lever für 50 m^3 in einer ATEX-Umgebung

Fazit
Wer abrasive Schüttgüter fördert, darf bei der Durchfluss-messung keine Kompromisse eingehen. Sie ist ein Hebel für Verfügbarkeit, Qualität und Kosten – vorausgesetzt, die Lösung ist konsequent auf die Verschleißrealität ausge-legt. Wer Messprinzip, Verschleißkonzept und Einbausitua-tion zusammenbringt, schafft langfristig stabile Prozesse statt ständigem Nachregeln.
Die Experten von REMBE® Kersting unterstützen bei Aus-legung, verschleißoptimierter Anpassung und Kalibrierung vor Ort.

Infos

  • Zur Heide 35, 59929 Brilon, Germany
  • REMBE® Kersting