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#Neues aus der Industrie
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BN-Sinterplatten für das Sintern von AlN und Si₃N₄: Leitfaden zur Prozess- und Materialauswahl
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Setterplatten aus Bornitrid-Keramik
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Was ist eine Setterplatte?
Eine Setterplatte ist eine hochtemperaturbeständige Halterung für quadratische Bor-Nitrid-Tiegel, die in einem Sinterofen verwendet wird, um Keramiksubstrate während des Brennvorgangs zu fixieren. Sie trägt dazu bei, die Maßhaltigkeit zu gewährleisten, Verformungen zu minimieren und Verunreinigungen während des gesamten Sinterzyklus zu verhindern.
Bei der Herstellung von AlN- und Si₃N₄-Substraten ist die Setterplatte nicht nur ein „Stützwerkzeug“, sondern auch eine entscheidende Prozesskomponente, die direkten Einfluss auf die Materialreinheit, die Gleichmäßigkeit des Sintervorgangs und die Ausbeute hat.
Insbesondere beim Sinterprozess von Aluminiumnitrid- und Siliziumnitrid-Substraten werden extrem hohe Anforderungen an das Material der Setterplatte gestellt: Sie darf das Materialsystem nicht verunreinigen und muss hohen Temperaturen, Atmosphärenwechseln sowie langfristigen Temperaturwechseln standhalten.
Warum ist die Setterplatte beim AlN/Si₃N₄-Sintern so entscheidend?
AlN und Si₃N₄ sind typische „hochsensitive Strukturkeramiken“, deren Eigenschaften äußerst empfindlich auf Verunreinigungen reagieren:
1. Der Sauerstoffgehalt bestimmt die Wärmeleitfähigkeit (insbesondere bei AlN)
Die Wärmeleitfähigkeit von AlN hängt in hohem Maße von der Kontrolle des Sauerstoffgehalts ab:
(1)In das Kristallgitter eindringender Sauerstoff → Bildung von Defekten → deutliche Verringerung der Wärmeleitfähigkeit
(2)Jede externe Sauerstoffquelle kann zu einer unkontrollierten Verschlechterung der Eigenschaften führen.
2. Oberflächenreaktionen beeinflussen die Verdichtung (Si₃N₄)
Si₃N₄ reagiert bei hohen Temperaturen leicht mit SiO₂-ähnlichen Oxiden, Keramiken auf Al₂O₃-Basis sowie Metallverunreinigungen, was zu einer abnormalen Oberflächen-Glasphase, ungleichmäßigem Kornwachstum und Verdichtungsfehlern führt
3. Langer Sinterzyklus = kumulatives Kontaminationsrisiko
Typischer Sinterprozess:
1600–1900 °C
Mehrere Stunden bis über zehn Stunden
Stickstoff / Ammoniak / Inertatmosphäre
Somit wird die Sinterplatte zu einer „sekundären Kontaminationsquelle“.
Zentrale Bewertungskriterien für die Materialauswahl von Sinterplatten
Bei der Auswahl einer Sinterplatte müssen im Wesentlichen vier Aspekte gegeneinander abgewogen werden:
1. Hochtemperaturstabilität
Hält das Material langfristig Temperaturen von 1700–1900 °C stand?
Erweicht es, kriecht es oder verformt es sich?
2. Chemische Inertheit
Reagiert es mit AlN/Si₃N₄/Sinteradditiven?
Setzt es Verunreinigungen (O, Si, Al, C usw.) frei?
3. Risiko der Verflüchtigung und Ausfällung
Verflüchtigt es sich bei hohen Temperaturen?
Verursacht es eine Partikelverunreinigung (Zerfall/Abblättern)?
4. Thermische Kompatibilität
Stimmt seine Wärmeausdehnung mit dem zu sinternden Material überein?
Führt es zu Verformungen oder Spannungskonzentrationen?
Gründe für die Wahl von Sinterplatten aus Bornitrid (BN)?
Wesentliche Vorteile:
✔ Extrem hohe chemische Inertheit
Reagiert nicht mit AlN/Si₃N₄
Setzt keinen Sauerstoff, Kohlenstoff oder metallische Verunreinigungen frei
✔ Nicht benetzend
Keramikpulver haftet nicht an
Reduziert die Ausschussquote und den Reinigungsaufwand
✔ Hohe Temperaturstabilität
Bis zu ~2100 °C in inerter Atmosphäre
✔ Geringe thermische Belastung
Hervorragende Temperaturwechselbeständigkeit
Nicht rissanfällig
Prozessverbesserungen durch BN-Sinterplatten (praktischer Nutzen)
Nach dem Einsatz eines BN-Sintersystems erzielen Kunden in der Regel:
Verbesserte Konsistenz der AlN-Wärmeleitfähigkeit
Gleichmäßigere Si₃N₄-Verdichtung
Geringere Chargenschwankungen
Deutlich reduzierte Pulververunreinigungen
Geringere Häufigkeit der Ofenreinigung
Verbesserte Ausbeute an Fertigprodukten
Im AlN- und Si₃N₄-Sintersystem ist die Sinterplatte nicht nur ein „Träger“, sondern ein entscheidender Prozessknotenpunkt, der die Obergrenze der Materialreinheit und -leistung bestimmt. Innovacera bietet maßgeschneiderte Lösungen für Ihren Sinterprozess. Für weitere Auswahlhilfen wenden Sie sich bitte an unsere Vertriebsingenieure unter [email protected]