Zu meinen Favoriten hinzufügen

#Neues aus der Industrie

Pharmazeutische Wirkstoffherstellung: Wenn Mischtechnik über Qualität entscheidet

amixon® entwickelt und fertigt Mischer, Trockner und Vakuumsynthesereaktoren für die pharmazeutische Industrie.

amixon® entwickelt und fertigt Mischer, Trockner und Vakuumsynthesereaktoren für die pharmazeutische Industrie – für Hersteller und Lohnhersteller (CDMOs) von APIs, Fertigarzneimitteln und biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen. Die Anlagen erfüllen GMP-, FDA- und ATEX-Anforderungen und sind für Reinraumtauglichkeit, vollständige Reinigungsvalidierung und Prozessreproduziertbarkeit ausgelegt.

Die pharmazeutische Industrie zählt zu den anspruchsvollsten Branchen der Prozess- und Verfahrenstechnik. Für Hersteller und Lohnhersteller von Wirkstoffen (APIs) und Fertigarzneimitteln steht dabei eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie lässt sich höchste Produktqualität bei gleichzeitiger Prozesssicherheit, Reproduzierbarkeit und regulatorischer Konformität zuverlässig sicherstellen?

Die eigentliche Herausforderung: Präzision im Kleinen
Pharmazeutische Feststoffprozesse sind keine Massenprozesse im klassischen Sinne. Wirkstoffe liegen häufig in minimalen Konzentrationen vor – etwa wenige Mikrogramm in einer 500-mg-Tablette. Das Mischverhältnis kann dabei 1:1.000 oder sogar 1:5.000 betragen. Gleichzeitig variieren die physikalischen Eigenschaften der eingesetzten Pulver, Granulate und Hilfsstoffe erheblich: Partikelgröße, Schüttdichte und Fließverhalten bestimmen, ob ein Prozess stabil läuft oder nicht.
Noch komplexer wird es bei der API-Synthese. Ob chemisch oder biotechnologisch: Die Reaktionspartner müssen zu jedem Zeitpunkt gleichmäßig verteilt sein. Entstehende Kristalle dürfen nicht geschert oder beschädigt werden, da die Kristalleigenschaften unmittelbar die Wirkstofffreisetzung und damit die Bioverfügbarkeit bestimmen. Temperaturgradienten im Reaktor sind dabei ein häufig unterschätztes Qualitätsrisiko.

Lohnhersteller im Fokus: Flexibilität als Pflicht
Pharmazeutische Lohnhersteller (CDMOs) verarbeiten nicht ein Produkt, sondern viele – mit wechselnden Rezepturen, unterschiedlichen Wirkstoffen und variierenden Chargengrößen. Mischer, Trockner und Reaktoren müssen daher bei Füllgraden von ca. 5 bis 100% des Nutzvolumens stabile Mischgüten erzielen und sich nach jedem Produktwechsel vollständig und validierbar reinigen lassen.
Geschlossene, staubarme Prozessketten (Containment) sind dabei ebenso unverzichtbar wie die lückenlose Dokumentation gemäß GMP-Anforderungen. Wer keine belastbare Reinigungsvalidierung vorlegen kann, riskiert nicht nur Produktkontaminationen, sondern auch behördliche Konsequenzen.

amixon® Lösungen: Technik, die mit der Aufgabe wächst
amixon® entwickelt und fertigt in Paderborn spezialisierte Mischsysteme für die Pharmaindustrie. Ein zentrales technisches Merkmal ist das innovative SinConvex® Mischwerkzeug: Es erzeugt eine dreidimensionale Umschichtung des Mischgutes bei sehr niedrigen Drehzahlen – ohne tote Zonen, schonend für empfindliche Strukturen, effizient auch bei hochviskosen Massen oder sich ändernder Konsistenz während der Reaktion.
Für die API-Synthese bietet amixon® Vakuum-Mischtrockner und Synthesereaktoren, die gleichzeitig mischen, trocknen und temperieren können. Über großflächige Wärmetauscherwände – beheizt mit Dampf, Wasser oder Thermalöl – lassen sich Temperaturen im Reaktionsgemisch präzise und ohne Gradienten regeln. Das ist entscheidend für eine gleichmäßige Keimbildung bei der Kristallisation und damit für die Reproduzierbarkeit der Wirkstoffqualität.
Die konische Behältergeometrie (Serien AM, AMT, KS) in Kombination mit dem SinConvex® Werkzeug ermöglicht eine nahezu vollständige Restentleerung. Das reduziert Produktverluste, vereinfacht die Reinigung und senkt den Aufwand für die Validierung erheblich.

Regulatorische Sicherheit eingebaut
amixon® unterstützt seine Kunden bei der Erfüllung zentraler Industriestandards: GMP-Konformität, ATEX, FDA-Zulassung sowie die vollständige Qualifizierungskette (DQ / IQ / OQ / PQ). Für pharmazeutische Betriebe ist diese regulatorische Absicherung keine Option – sie ist Voraussetzung für den Marktzugang.
Besonders wertvoll für Hersteller und Lohnhersteller ist die Möglichkeit, Prozesse im amixon® Technikum in Paderborn mit Originalstoffen zu erproben. Mischverhalten, Flüssigzugabe, Temperierung, Vakuumtrocknung und Entleerungsstrategien lassen sich unter realen Bedingungen untersuchen und gezielt auslegen – bevor eine Investitionsentscheidung getroffen wird.

Infos

  • Halberstädter Str. 55, 33106 Paderborn, Germany
  • amixon GmbH