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#Neues aus der Industrie
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Das Computerradiographie-System von DÜRR NDT deckt verborgene Details in historischen Kunstwerken auf
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In den vergangenen sechs Monaten haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 11 verschiedene Objekte mit der CR-Technologie von DÜRR NDT untersucht.
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Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bestehen aus 15 Museen, die zu den bedeutendsten der Welt zählen. Zusammen mit vier weiteren Institutionen repräsentieren sie eine thematische Vielfalt, die in ihrer Art international einzigartig ist. Eine ihrer zentralen Aufgaben ist die Bewahrung und Erforschung von Kunstobjekten aus den unterschiedlichsten Materialien.
Die moderne digitale Radiographie macht es möglich, tief in die Geschichte von Kunstwerken einzutauchen und bisher verborgene Details aufzudecken. In den vergangenen sechs Monaten wurden 11 verschiedene Objekte untersucht, darunter Leinwand- und Tafelbilder sowie ein Becher aus Rhinozeroshorn. Durch den Einsatz der CR-Technologie von DÜRR NDT konnte die Analyse mit einer beeindruckenden Zeitersparnis durchgeführt werden: Statt eines halben Tages für vier analoge Röntgenfilme (30 x 40 cm) konnte die Dauer auf die Hälfte reduziert werden. Zudem konnte auf den Einsatz chemischer Entwicklungsverfahren verzichtet werden, was sowohl die Kosten senkt als auch die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter schont.
Ein wesentlicher Vorteil der digitalen Speicherfolientechnik ist ihre Flexibilität und extreme Dünne. So lassen sich auch zerbrechliche und ungewöhnlich geformte Objekte präzise untersuchen. Mittels Image Stitching in Kombination mit einem Panoramaprogramm wurden hochauflösende Röntgenbilder im TIF-Format erstellt, die selbst feinste Details der Kunstwerke zeigen.
Die Untersuchungen wurden vor allem von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) initiiert, unter anderem durch Anfragen aus dem Grünen Gewölbe, dem Albertinum und der Gemäldegalerie Alte Meister. Mit Hilfe der Computerradiographie wurden Kunstwerke analysiert, darunter Kopien von Rembrandts Gemälde "Die Grablegung Christi" Daraus ergaben sich wertvolle Erkenntnisse über den Entstehungsprozess der Werke. Durch den Vergleich zeitlicher Merkmale lässt sich feststellen, ob bestimmte Details später hinzugefügt wurden. Zu diesen Merkmalen gehören die Qualität der Leinwand, Maltechniken, Materialien und Farben. Insbesondere die Art der Leinwand lässt sich anhand von Röntgenbildern sehr gut bestimmen und vergleichen.
Als Vorstufe zum Röntgen wird die Infrarotreflektographie eingesetzt, um Unterzeichnungen sichtbar zu machen. Auch die Streiflichttechnik wird eingesetzt, um reliefartige Erhebungen oder Strukturen sichtbar zu machen. Während die Identifizierung von Fälschungen nicht das Hauptziel der Untersuchungen war, ergab die Röntgenanalyse Hinweise auf spätere Veränderungen und Retuschen.
Dank der digitalen Radiographie lassen sich detaillierte Rückschlüsse auf die Struktur und Restaurierungsgeschichte von Leinwänden ziehen. Zuvor verborgene Schäden werden sichtbar, darunter Risse und Farbverluste, wo das Gemälde durch Nähen oder Füllen geglättet wurde. Dies ist von unschätzbarem Wert, vor allem für Museen und Galerien, da viele Werke vor einer Ausstellung aus dem Lager geholt und restauriert werden müssen.
Bei Holztafeln gibt die Röntgenanalyse Aufschluss über die Verbindungstechniken der einzelnen Platten. Ohne Röntgenstrahlen ist es nicht möglich festzustellen, ob die Tafeln einfach verleimt oder mit Dübeln verbunden wurden. Außerdem wurde festgestellt, dass die Fugen nur um wenige Millimeter variierten, was ein eindrucksvoller Beleg für die hohe Präzision ist, mit der die Tafeln hergestellt wurden.
Für die Untersuchungen wurden hochauflösende Speicherfolien (HD-IP 30x40 cm) in Kombination mit dem CR-Scanner HD-CR 35 NDT und der Röntgenprüfsoftware D-Tect X eingesetzt. Das benutzerfreundliche System ist einfach zu bedienen, voreingestellte Parameter für Kunstwerke optimieren die Abläufe. Gleichzeitig bietet das System umfangreiche Exportmöglichkeiten zur weiteren Analyse und Dokumentation.
Die digitalen Röntgenbilder von DÜRR NDT sind nachweislich genauso genau wie herkömmliche Filmbilder und bieten deutliche Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit, Umweltfreundlichkeit und Detailgenauigkeit. Die CR-Technologie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Untersuchung und Erhaltung wertvoller Kunstobjekte.