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Wenn Tomatenmark auf den Rücken geht
Mobiles Entleer- und Dosiersystem FeedX von Lutz Pumpen ermöglicht ergonomisches Dosieren in der Lebensmittelindustrie.
In vielen Lebensmittelbetrieben dosieren Mitarbeiter hochviskose Zutaten immer noch manuell. Sie heben beispielsweise schwere Gebinde an, um Tomatenmark in eine Rührmaschine zu schütten. Das belastet Mitarbeiter und erschwert eine reproduzierbare Dosierung. Der Pumpenhersteller präsentiert daher auf der Fachmesse Cibus Tec 2026 in Italien vom 27. bis 30. Oktober das mobile Entleer- und Dosiersystem FeedX, das ein ergonomischeres und gleichzeitig präziseres Umfüllen aus Fässern ermöglicht (Halle 5, Stand I 069).
Ein Lebensmittelhersteller produziert eine Pastasauce. Dafür muss er Tomatenmark in eine Rührmaschine dosieren. Ein Mitarbeiter hebt einen 20-Liter-Eimer an und kippt den zähflüssigen Inhalt in die Maschine. „In vielen Betrieben ist manuelles Dosieren noch üblich, besonders bei kleineren Chargen und häufigen Rezepturwechseln. Dabei liegen die Nachteile auf der Hand“, sagt Andreas Rössler, Vertriebsleiter bei Lutz Pumpen. „Die Mengen lassen sich nur schwer reproduzierbar zuführen, schwere Gebinde belasten die Mitarbeiter und ein offenes Handling erhöht das Risiko von Verunreinigungen. Damit Lebensmittelbetriebe hochviskose Medien präziser, ergonomischer und hygienischer dosieren können, präsentieren wir auf der Cibus Tec 2026 das Fassentleerungssystem FeedX.“
Ohne schweres Anheben: FeedX dosiert bis zu 50 Liter hochviskose Medien pro Minute
FeedX ist ein mobiles Entleer- und Dosiersystem: Die Basis ist ein fahrbarer Edelstahlrahmen mit einer vertikalen Hubsäule und einem horizontalen Ausleger. Am Ende dieses Auslegers ist die Fasspumpe B70V SanitaryPlus montiert. Ihr 1.100 mm langes Edelstahlpumpwerk lässt sich hydraulisch in ein Fass absenken.
Im Pumpwerk dreht sich ein Edelstahlrotor exzentrisch in einem Stator. Dadurch entstehen wandernde Förderkammern, die auch hochviskose Medien wie Tomatenmark durch einen Schlauch direkt in den Prozess fördern. Eine Folgeplatte liegt dabei auf dem Medium auf und bewegt sich mit sinkendem Füllstand und dem Pumpwerk nach unten. Dies sorgt für ein einwandfreies Ansaugverhalten und saubere Fassentleerung.
„Lebensmittelbetriebe müssen schwere Gebinde nicht mehr von Hand entleeren und können bis zu 50 Liter hochviskose Medien pro Minute automatisch in den Prozess dosieren“, so Andreas Rössler. „Zudem ist die B70 SanitaryPlus auf die hygienischen Anforderungen der Lebensmittelproduktion ausgelegt. Sie ist nach 3A zertifiziert. Alle medienberührten Komponenten sind hygienegerecht ausgeführt und lassen sich dank gewindefreier Schnellverbindungen für die Reinigung schnell demontieren.“
SPS ermöglicht präzise Dosierung hochviskoser Medien
Bestandteil des FeedX ist auch eine speicherprogrammierbare Steuerung und eine indirekte Mengenmessung am Pumpwerk, die eine exakte Dosierung ermöglicht. Der Anwender muss lediglich die gewünschte Dosiermenge vorgeben, etwa 30 Liter Tomatenmark. Das System fördert die entsprechende Menge und schaltet anschließend automatisch ab. In die SPS ist zudem eine Rezeptverwaltung integriert. „Für jedes Medium wird einmal ermittelt, wie viel die Pumpe innerhalb einer bestimmten Zeit fördert. Diesen Wert speichert die SPS als Rezept“, erklärt Andreas Rössler. „Das erleichtert eine reproduzierbare Dosierung bei häufigen Produktwechseln.“
Über die Lutz Holding GmbH
Seit 1954 steht die Lutz Holding GmbH für professionelles Fluidmanagement. Die Unternehmensgruppe vereint international tätige Unternehmen in der Pumpentechnologie sowie der Wasseraufbereitung und -desinfektion und ist mit 16 Vertriebs- und Produktionsstätten in über 80 Ländern weltweit präsent. Zur Gruppe gehören die Lutz Pumpen GmbH in Wertheim, die Lutz-Jesco GmbH in Wedemark und die Lutz-Jesco Suisse SA in Couvet, Schweiz. Das Portfolio umfasst Pumpen, Systeme und Zubehör für Dosier-, Förder-, Entleer- und Mischprozesse verschiedenster Medien. Produkte der Lutz-Gruppe finden Anwendung in zahlreichen Branchen, darunter die Chemieindustrie, Lebensmittelindustrie, Automobilproduktion, Wasser- und Abwasseraufbereitung sowie die Farben- und Lackindustrie.