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#Neues aus der Industrie

Automatische Probenahme bei Schüttgütern

Fehler vermeiden und Qualität zuverlässig sichern

Eine fehlerhafte Probe kann schnell teuer werden – etwa, wenn Materialfeuchtigkeit oder Qualität falsch eingeschätzt werden. Nach wie vor erfolgen Probenahmen bei vielen Schüttgütern nicht repräsentativ. Besonders betroffen sind:

-Recycling (Glas, PET)
-Biomasse (Hackschnitzel)
-Entsorgung und Rohstoffhandel

Typische Fehler bei der Probenahme

- Zu wenige Probenpunkte
In der Praxis wird häufig nur eine einzelne Probe entnommen – oft ausschließlich von der Oberfläche. Das Problem: Schüttgüter sind inhomogen. Innerhalb einer LKW-Ladung variieren Feuchtigkeit, Partikelgröße und Verunreinigungen erheblich. Ergebnis: Die Probe ist nicht repräsentativ – und liefert damit unzuverlässige Ergebnisse.

- Manuelle Probenahme als Risiko
Wenn Mitarbeiter auf beladene LKWs klettern, kostet das nicht nur Zeit, sondern ist auch richtig gefährlich. Abstürze passieren schnell im Arbeitsalltag.

- Fehlende Berücksichtigung von Hindernissen
Spanngurte, Streben oder Aufbauten im Laderaum können die Probenahme erschweren oder zu fehlerhaften Ergebnissen führen – insbesondere bei nicht automatisierten Systemen.

- Witterung und Umgebung unterschätzt
Regen, Frost oder Hitze beeinflussen die Zuverlässigkeit der Probenahme erheblich. Systeme, die nicht witterungsfest sind, sind fehleranfälliger oder fallen womöglich komplett aus.

- Fehlende Dokumentation und Normbasis
Ohne klare Zuordnung und Protokollierung verliert die Probe an Aussagekraft. Auch die Abweichung von Normen wie der DIN EN ISO 24333 kann zu Problemen bei Abrechnung und Qualitätssicherung führen.

Wie eine zuverlässige Probenahme funktioniert

Ziel jeder Probenahme ist es, den vollständigen Querschnitt der Ladung zu erfassen. Nur so entsteht ein realistisches Bild der Materialqualität. Moderne Systeme setzen dafür auf automatisierte Abläufe:
-Mehrpunkt-Beprobung über den gesamten LKW
-klar definierte, reproduzierbare Einstiche
-sicheres Handling ohne manuelle Eingriffe

Der entscheidende Vorteil: Die Probenahme erfolgt systematisch statt zufällig.

Worauf es in der Praxis wirklich ankommt

1 Repräsentativität sicherstellen
Eine verlässliche Bewertung ist nur möglich, wenn die Probe die gesamte Ladung widerspiegelt. Mehrpunkt-Beprobung ist daher kein Nice-to-have, sondern unverzichtbar.

2 Technik auf das Material abstimmen
Unterschiedliche Schüttgüter erfordern individuelle Lösungen.

3 Sicherheit konsequent berücksichtigen
Automatisierte Systeme minimieren die Risiken für Mitarbeiter, weil der gesamte Prozess abläuft, ohne dass jemand einen LKW betreten muss.

4 Prozesse durchgängig automatisieren
Je weniger manuelle Schritte erforderlich sind, desto geringer ist die Fehleranfälligkeit – insbesondere bei Probenhandling und Dokumentation.


Probenahme entscheidet über Ergebnis – und Kosten

Ob Bewertung, Abrechnung oder Qualitätssicherung – die Probenahme ist der entscheidende Faktor für den gesamten Prozess. Fehler an dieser Stelle führen schnell zu falschen Entscheidungen und finanziellen Verlusten. Automatisierte Systeme schaffen hier klare Vorteile: Sie liefern reproduzierbare Ergebnisse, erhöhen die Sicherheit und machen Prozesse nachvollziehbar. Entscheidend ist nicht, ob optimiert werden sollte, sondern wie groß das Potenzial für Verbesserungen ist. In vielen Anlagen lassen sich bereits mit überschaubarem Aufwand deutliche Verbesserungen erzielen – von der Probenqualität bis zur Prozesssicherheit. Wenn Sie wissen möchten, wo Sie aktuell stehen und welche Lösung für Ihren Anwendungsfall sinnvoll ist, lohnt sich eine gezielte Analyse. Eine kurze Bewertung zeigt schnell, ob Ihre Probenahme wirklich repräsentativ ist – oder ob Sie heute noch Potenzial verschenken.

Infos

  • Zur Heide 35, 59929 Brilon, Germany
  • REMBE® Kersting GmbH