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#Neues aus der Industrie
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Eine neue Wärmebehandlungsanlage in der Tschechischen Republik, die mit Lösungen von SECO/WARWICK betrieben wird
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SECO/WARWICK wird einen Einkammer-Vakuumofen mit Hochdruck-Gasabschreckung bei 15 bar abs an das tschechische Wärmebehandlungsunternehmen Kalírna Desire liefern.
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Kalírna Desire eröffnet eine neue kommerzielle Wärmebehandlungsanlage in einer Region, in der es bislang an lokaler Infrastruktur für die Vakuumhärtung mangelte. Der Vector-Ofen wird das erste Vakuumsystem sein, das dort zum Einsatz kommt, und bildet die Grundlage für einen neuen Geschäftsbereich rund um Vakuumwärmebehandlungsdienstleistungen – sowohl für die eigene Produktion als auch für Hersteller in der näheren Umgebung. Kalírna Desire führt einen hauseigenen Vakuumwärmebehandlungsdienst auf Basis der SECO/WARWICK-Technologie ein, um die Abhängigkeit von weit entfernten Lieferanten zu beseitigen und die regionale Nachfrage zu bedienen.
Die Eigentümer von Kalírna Desire verfügen über umfangreiche Erfahrung in der maschinenbaulichen Fertigung auf eigenen Maschinen. Die Erfahrungen aus dem Betrieb dieser Produktion haben gezeigt, dass es in der Materialverarbeitungsindustrie ihrer Region an ausreichender Kapazität und Flexibilität mangelt. Jahrelang war das Unternehmen auf einen weit entfernten kommerziellen Anbieter für Wärmebehandlung angewiesen, was zu langen Vorlaufzeiten, dem Risiko von Verzögerungen und zusätzlichen Logistikkosten führte. Gleichzeitig stellten die Eigentümer fest, dass es im Umkreis von etwa einigen Kilometern zwar viele Unternehmen gibt, die sich mit der metallmechanischen Bearbeitung befassen, jedoch keinen lokalen Anbieter von Vakuumhärtungsdienstleistungen. Diese Analyse führte zu der Entscheidung, einen eigenen – zunächst kleinen – gewerblichen Wärmebehandlungsbetrieb zu gründen, der in der ersten Phase die Produktion für regionale Unternehmen in der Umgebung anlaufen lassen wird.
„Unsere Zusammenarbeit mit Kalírna Desire ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Vakuumtechnologie zu einem Wachstumsmotor für ambitionierte kleine und mittelständische Unternehmen werden kann. SECO/WARWICK arbeitet seit vielen Jahren mit gewerblichen Wärmebehandlungsbetrieben in ganz Europa zusammen, und die Erfahrungen auf dem tschechischen Markt spielten eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung des Kunden. Ein an die Anforderungen des Partners angepasster Standard-Vector-Ofen verbindet ein vernünftiges Investitionsniveau mit umfassenden Prozessmöglichkeiten – und ist damit eine ideale Lösung für Unternehmen, die ihre ersten Schritte in der Vakuumwärmebehandlung unternehmen“, sagt Maciej Korecki, Vice President des Vakuumsegments der SECO/WARWICK-Gruppe.
Ein kleiner Betrieb mit großem Potenzial
Bei dem ausgewählten Ofen handelt es sich um eine mittelgroße Lösung, die speziell auf die Bedürfnisse einer gewerblichen Wärmebehandlungsanlage zugeschnitten ist. Der Arbeitsraum ermöglicht die Bearbeitung relativ großer Bauteile und die Zusammenstellung effizienter Chargen, wie sie für Auftragsbetriebe typisch sind, die mit einer breiten Palette an Werkzeug- und Baustahlsorten arbeiten. Eine runde Heizkammer sorgt für eine sehr gute Temperaturgleichmäßigkeit, was sich in einer hohen Wiederholgenauigkeit der Härte- und Anlassergebnisse niederschlägt.
„Der Ofen ist mit einem Konvektionsheizsystem ausgestattet, das die Heizleistung bei niedrigeren Temperaturen deutlich verbessert und eine präzise Steuerung der Vorwärmprozesse ermöglicht. Die gerichtete Kühlung wiederum ermöglicht ein optimiertes Abschrecken von Bauteilen mit komplexen Geometrien bei gleichzeitiger Minimierung des Verformungsrisikos. Zudem wurde eine isotherme Abschreckfunktion implementiert; durch die Steuerung der Chargentemperatur und die Regelung des Gebläsesbetriebs über einen Frequenzumrichter erhält der Anwender die volle Kontrolle über das Abkühlprofil. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung bei der Ausstattung kommerzieller Wärmebehandlungsbetriebe. Wir haben sowohl für große Industrieunternehmen als auch für lokale Kleinlieferanten gearbeitet. „Unabhängig vom Umfang teilen wir stets unser Know-how – wir helfen unseren Kunden bei der Auswahl der richtigen Anlagen und beraten sie, welche Funktionen zu mehr Aufträgen und höheren Gewinnen für unsere Partner führen“, erklärt Łukasz Chwiałkowski, Vertriebsleiter bei SECO/WARWICK.
Eine pragmatische, auf die tatsächlichen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung
Das Vakuumsystem der bestellten Anlage basiert auf einer mechanischen Pumpe und einer Roots-Pumpe, wodurch stabile Mittelvakuumbedingungen und eine hohe Prozessreinheit gewährleistet werden. Ein wichtiger Bestandteil der Konfiguration ist zudem das Partialdrucksystem, das die Verdampfung und Sublimation von Legierungselementen von der Chargenoberfläche verhindert und die Verunreinigung der Heizzone reduziert. Ergänzt wird die Anlage durch ein leistungsstarkes Kühlsystem. Der Ofen ist zudem mit der Option zur Niederdruckaufkohlung (LPC) ausgestattet, die präzise Prozesse zur Erhöhung der Oberflächenhärte von Stahl innerhalb eines einzigen, integrierten Vakuumzyklus ermöglicht.
Ausschlaggebend für den Erfolg dieser Transaktion waren eine offene Kommunikation, ein gründliches Verständnis der geschäftlichen Besonderheiten des Partners sowie dokumentierte Referenzen aus dem tschechischen Markt, wo bereits zahlreiche Vakuumsysteme von SECO/WARWICK im Einsatz sind. Kalírna Desire ging die Investition sehr pragmatisch an. Einerseits musste das Unternehmen unabhängig von einem externen Wärmebehandlungsbetrieb werden, der weit von seinem Werk entfernt war; andererseits wollte es einen neuen Geschäftsbereich aufbauen, der in Zukunft Einnahmen aus Dienstleistungen für andere Unternehmen in der Region generieren wird. Die Wahl eines kompakten, bewährten Ofens mit erweiterten Prozessoptionen war eine naheliegende Antwort auf diese Anforderungen.
„Die Entscheidung, in einen Vakuumofen zu investieren, fiel nicht leicht, wurde jedoch angesichts wachsender Marktanforderungen und der Einschränkungen durch die Nutzung eines weit entfernten kommerziellen Wärmebehandlungsanbieters zu einer Notwendigkeit. Die neue Anlage wird uns die volle Kontrolle über eine der Schlüsselphasen in der CNC-Maschinenfertigung verschaffen, die Flexibilität der Produktionsplanung verbessern und die Lieferzeiten für Endkunden verkürzen. Da es in der Region an modernen Vakuumhärtungsdienstleistungen mangelt, haben wir die Chance, schnell zu einem wichtigen Partner für nahegelegene metallverarbeitende Unternehmen und Komponentenhersteller zu werden“, sagte ein Vertreter von Kalírna Desire.
Bei der hauseigenen Wärmebehandlung geht es um mehr als nur Einsparungen
Eine hauseigene Wärmebehandlungsabteilung bietet einem Unternehmen eine Reihe von Vorteilen, die weit über einfache Kosteneinsparungen bei ausgelagerten Dienstleistungen hinausgehen. Vor allem ermöglicht sie die vollständige Kontrolle über eine der Schlüsselphasen des Fertigungsprozesses – von der Terminplanung über die Behandlungsparameter bis hin zur Qualität des Endprodukts. Da der Versand von Bauteilen an externe Wärmebehandlungsbetriebe entfällt, wird die Lieferkette erheblich verkürzt, das Risiko von Verzögerungen und Transportschäden verringert und die Flexibilität bei der Produktionsplanung verbessert – was insbesondere bei Kleinserien, Prototypen und Eilaufträgen von Bedeutung ist. Eine hauseigene Wärmebehandlung ermöglicht zudem die schnellere Einführung neuer Technologien und Verfahren, eine bessere Abstimmung der Prozesse auf die spezifischen Anforderungen von Bauteilen und Werkstoffen und damit die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch höhere Qualität, Wiederholgenauigkeit und kürzere Umsetzungszeiten. Ein weiterer Vorteil ist die Erweiterung der Kompetenzen innerhalb des Unternehmens: Das Team erwirbt einzigartiges Prozesswissen, das sich nur schwer aufbauen lässt, wenn man sich ausschließlich auf Subunternehmer verlässt – was die Position des Unternehmens langfristig stärkt.