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#Neues aus der Industrie
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Polnische Technologie für die weltweite Luftfahrt
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SECO/WARWICK liefert den vierten Zweikammer-Vakuumofen aus
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Polen baut seine Position als einer der wichtigsten Produktionsstandorte der Luftfahrtindustrie in Europa weiter aus. Eine der Säulen dieser Position sind fortschrittliche Wärmebehandlungstechnologien, wie beispielsweise die Lösungen von SECO/WARWICK, die von globalen Komponentenherstellern eingesetzt werden. Das jüngste Beispiel ist der unterzeichnete Vertrag über die Lieferung eines horizontalen CaseMaster Evolution-Zweikammer-Vakuumofens mit Ölabschreckung für die Luft- und Raumfahrtindustrie. SECO/WARWICK liefert seinen größten CaseMaster Evolution-Ofen an ein polnisches Luft- und Raumfahrtwerk, um die Wärmebehandlungskapazität für kritische Fahrwerkskomponenten zu erhöhen. Das Projekt vereint:
Das neue System wird die Wärmebehandlungskapazität des polnischen Werks für Flugzeugfahrwerkskomponenten erhöhen, die für die weltweit größten Hersteller von zivilen und militärischen Flugzeugen gefertigt werden. Der bestellte CaseMaster Evolution-Ofen ist die größte serienmäßige Zweikammer-Ölabschreckanlage im SECO/WARWICK-Portfolio. Er kombiniert eine Heizkammer mit einem Be- und Entladevorraum, der mit einem Abschreckbecken ausgestattet ist, und ermöglicht so je nach den Anforderungen des jeweiligen Bauteils eine Abkühlung entweder in Inertgas oder in Öl.
„Dieser Auftrag zeigt deutlich, wie weit Polen in der globalen Luftfahrtbranche gekommen ist. Vom Lieferanten einfacher Komponenten haben wir uns zu einem bedeutenden Hersteller fortschrittlicher Fahrwerks- und Flugzeugzellenstrukturen entwickelt, und unsere Vakuumöfen kommen in Werken zum Einsatz, die Teile für Flugzeuge herstellen, die auf allen Kontinenten fliegen“, sagt Maciej Korecki, Vizepräsident des Vakuumsegments bei SECO/WARWICK. „CaseMaster Evolution ist eine Konstruktion, die einen großen Arbeitsraum, Zuverlässigkeit und hohe Energieeffizienz vereint – was heutzutage genauso wichtig ist wie die metallurgischen Parameter selbst“, fügt er hinzu.
Der Ofen ermöglicht die Wärmebehandlung großdimensionierter Fahrwerkskomponenten bei gleichzeitig hervorragender Temperaturgleichmäßigkeit der Charge. Graphitisolierung und Heizelemente gewährleisten einen stabilen Betrieb unter anspruchsvollen Serienproduktionsbedingungen, und das Heizsystem sorgt für eine schnelle, gleichmäßige Erwärmung über einen weiten Temperaturbereich, wodurch die Gesamtzykluszeit verkürzt wird. Eine hocheffiziente Ölzirkulation gewährleistet eine hervorragende Durchwärmung der Charge sowie eine schnelle, gleichmäßige Abkühlung – beides entscheidende Faktoren für die Ermüdungsfestigkeit kritischer Bauteile.
Technische Parameter für die Luft- und Raumfahrtindustrie
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal dieser Konstruktion ist die Möglichkeit, im Abschreckvorraum oberhalb des Ölspiegels unter Inertgas bei Drücken von bis zu ca. 1,5 bar absolut zu kühlen, wobei die Gasumwälzung durch einen Ventilator an der Kammerdecke erzwungen wird. Dadurch lässt sich der Kühlweg an die Geometrie und die Anforderungen eines bestimmten Bauteils anpassen – vom klassischen Ölabschrecken bis hin zu kombinierten Abläufen, die Verformungen minimieren und gleichzeitig die erforderlichen mechanischen Eigenschaften gewährleisten. Ein Taupunktsensor am Einlass der Prozessgase verhindert das Risiko von Feuchtigkeitskondensation und unerwünschter Oxidation, während die Konvektionserwärmung den Wirkungsgrad während der Aufheizphase deutlich verbessert.
„Dieser Partner kennt die Lösungen von SECO/WARWICK sehr gut und verfügt über eigene Betriebserfahrungen mit CMe-Vakuumöfen. Einerseits erleichtert dies technische Gespräche, da wir dieselbe Prozesssprache sprechen; andererseits legt es die Messlatte sehr hoch, da jede neue Investition die Produktionsqualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit tatsächlich steigern muss. Die neue Anlage ist die Antwort auf eine konkrete betriebliche Herausforderung – die wachsende Zahl von Fahrwerkskomponenten, die eine Wärmebehandlung mit sehr hoher Prozesswiederholgenauigkeit erfordern. Der zusätzliche Ofen wird die Kapazität der bestehenden Härteabteilung erhöhen, eine bessere Auslastung der Fertigungslinien ermöglichen und einen sicheren Puffer an Produktionskapazitäten für neue Programme oder Auftragsspitzen schaffen“, sagt Jędrzej Malinowski, Vertriebsleiter bei SECO/WARWICK.
Wirtschaftlichkeit bei gleichbleibend höchster Qualität
Die bewährte Konstruktion des Zweikammer-Ölabschreckofens mit optimiertem Energieverbrauch und einfacher Wartung führt zu niedrigeren langfristigen Gesamtbetriebskosten, insbesondere angesichts der dynamischen Schwankungen der Energiepreise.
Die Bedeutung dieser Investition reicht weit über den Rahmen einer einzelnen Anlage hinaus. Der gesamte europäische Luft- und Raumfahrtsektor sowie die Verteidigungsindustrie verzeichnen ein dynamisches Wachstum; die Branche bietet mehr als eine Million direkte Arbeitsplätze und mehrere Millionen weitere Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft. Dank Zentren wie dem „Aviation Valley“ und zahlreicher Industriecluster entwickelt sich Polen zu einem der wichtigsten Standorte für die Herstellung von Flugzeugkomponenten auf dem Kontinent – mit einem Produktionswert von 14,5 Milliarden PLN im Jahr 2022)[1] und einem wachsenden Anteil an den weltweiten Exporten dieser Branche. Der Vertrag zwischen SECO/WARWICK und diesem Partner ist daher nicht nur eine weitere Lieferung eines Vakuumofens, sondern auch ein klares Beispiel dafür, wie polnische Technologie globale Lieferketten in einem der anspruchsvollsten Industriezweige unterstützt.
[1] Polnische Luftfahrtindustrie „Potenzial und Entwicklungsperspektiven“, April 2024