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Wie Erdinger seine Abfüllanlage mit automatischer Schmierung auf ein neues Level hob
In einer Anlage mit tausenden Schmierstellen entscheidet Präzision über Stillstand oder Spitzenleistung.
Die traditionsreiche Erdinger Weissbräu, seit 1886 in Familienbesitz und heute mit über 1,8 Millionen Hektolitern Jahresproduktion weltweit führend im Export von Weißbier, stand vor einer wachsenden Herausforderung: steigende Nachfrage, immer komplexere Abläufe und ein Abfüllprozess, der an seine Grenzen kam. Manuelle Schmierung war keine Option mehr — zu zeitaufwendig, zu ungenau und zu riskant. Über- oder Unterlubrikation führte zu unnötigem Verschleiß, Produktionsstopps und schwer zugängliche Schmierstellen wurden im hektischen Betrieb leicht übersehen.
Um die Produktion zukunftssicher zu machen, entschied sich Erdinger gemeinsam mit SKF für eine vollständige Automatisierung der Schmierung. Die Lösung: ein zonenbasiertes, automatisches Zentralschmiersystem mit dem SKF EDL1 — einer elektrisch betriebenen Druckverstärkerpumpe, die aus niedrigem Eingangsdruck bis zu 280 bar erzeugt. Eine große Fasspumpe versorgt die Hauptleitung, während 90 EDL1‑Sektionen die Tausenden von Schmierpunkten in zwei Hallen und einem Verbindungstunnel zuverlässig erreichen — selbst die entferntesten Punkte im Versandbereich.
Der EDL1 steuert Schmierzyklen intelligent über verschiedene Betriebsmodi, überwacht seinen Status selbstständig und ermöglicht flexible Anpassungen der Schmierintervalle. Bestehende Leitungen konnten weiterverwendet werden, Druckluft wird nicht benötigt, und der Energieverbrauch bleibt minimal. Das Ergebnis: deutlich weniger Verschleiß, geringerer Schmierstoffverbrauch, höhere Anlagenverfügbarkeit und eine zentrale Kontrolle, die Fehler sofort sichtbar macht.
Erdinger ist mit der Lösung hochzufrieden — und dank der modularen SKF‑Technologie profitieren inzwischen auch kleinere Brauereien von derselben Effizienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit.