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#White Papers
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Was bedeutet WLL bei Hebeketten und wie wird sie ermittelt?
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Machen Sie sich mit der zulässigen Gesamtlast (WLL), der Bruchfestigkeit und dem Bemessungsfaktor von Hebeketten sowie den wichtigsten Faktoren, die die Nennhubkraft bestimmen, vertraut.
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Die Tragfähigkeit (WLL – Working Load Limit) einer Hebekette ist die maximale Last, für deren Handhabung eine Hebekette oder Kettengehänge unter festgelegten Betriebsbedingungen ausgelegt ist. Sie ist eine der wichtigsten Spezifikationen bei der Auswahl von Hebeketten der Güteklassen 80, 100 oder anderen klassifizierten Hebeketten.
Die WLL darf nicht mit der Bruchfestigkeit verwechselt werden. Die Bruchfestigkeit bezieht sich auf die Last, bei der es im Rahmen einer zerstörenden Prüfung zum Versagen kommt, während die WLL die für normale Hebevorgänge vorgesehene Nennkapazität ist. Die Differenz zwischen diesen Werten bildet eine wichtige Sicherheitsreserve.
Für viele Kettengehängesysteme aus legiertem Stahl wird ein Mindestauslegungsfaktor von 4:1 verwendet. Vereinfacht ausgedrückt:
Mindestbruchkraft ≥ 4 × WLL
Beispielsweise würde eine Kette mit einer WLL von 2 Tonnen bei einem Auslegungsfaktor von 4:1 eine Mindestbruchkraft von mindestens 8 Tonnen erfordern. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kette zum Heben von 8 Tonnen verwendet werden kann – die zulässige Tragfähigkeit bleibt bei 2 Tonnen.
Mehrere Faktoren bestimmen die endgültige WLL einer Hebekette:
Kettengüte → Kettendurchmesser → Materialeigenschaften → Fertigungsqualität → Wärmebehandlung → Prüfung → Anwendbare Norm
Auch die Güte spielt eine wichtige Rolle. Innerhalb vergleichbarer standardisierter Systeme bietet eine Hebekette der Güteklasse 100 bei gleichem Nenndurchmesser im Allgemeinen eine höhere WLL als eine Kette der Güteklasse 80. Aus diesem Grund sollte die Tragfähigkeit einer Kette niemals allein anhand des Durchmessers bestimmt werden.
Bei Kettengehängen muss zudem die Konfiguration berücksichtigt werden. Ein einsträngiges, zweisträngiges und viersträngiges Gehänge aus derselben Kette können unterschiedliche Nennlasten aufweisen. Bei mehrsträngigen Anordnungen erhöht sich mit zunehmendem Abwinkelungswinkel vom Senkrechten die auf jeden Strang wirkende Zugkraft.
Auch die gesamte Hebevorrichtung spielt eine Rolle. Haken, Hauptglieder, Verbindungsglieder, Verkürzungsvorrichtungen und andere lasttragende Komponenten müssen über geeignete Nennlasten verfügen. Eine stärkere Kette kann die WLL einer Komponente mit niedrigerer Nennlast nicht erhöhen.
Die praktische Auswahlreihenfolge lautet:
Maximallast → Anschlagkonfiguration → Anschlagwinkel → Erforderliche WLL → Kettenklasse → Kettendurchmesser → Komponenten überprüfen
Der entscheidende Punkt ist einfach: Die WLL ist die Tragfähigkeit, die Sie bei der Auswahl einer Hebekette zugrunde legen sollten – nicht deren Bruchfestigkeit.